28.10.2021

Als Ex-Leistungssportler bin ich die perfekte Anlaufstelle für Athleten

von Steffen Piechotta
Fitness, Gesundheit, Motivation, Selbständigkeit, Sport, Weiterbildungen, Workout

Wie war dein bisheriger Werdegang?

Ich stamme aus einer sportlichen Familie und habe daher schon sehr früh eine Vielzahl an Sportarten ausgeübt ehe ich mit 12 Jahren das erste Mal mit Basketball in Berührung kam. Es wurde direkt zu meiner großen Leidenschaft und ich begann mich leistungsmäßig auf Basketball zu konzentrieren. Ein Jahr vor meinem Abitur entschied ich mich daher ein Auslandsjahr in den USA zu machen, um mich dort sportlich weiterzuentwickeln. Der offensichtlichste Unterschied zwischen meinen deutschen und amerikanischen Mitspielern war die Athletik und physische Erscheinung. Ich hatte zwar zuvor schon einige 0815 Trainingspläne an Geräte, die von Trainern auf Minijob Basis in diversen Studios erstellt worden sind absolviert, kam hier jedoch das erste Mal in Kontakt mit strukturiertem leistungssteigerndem Kraft- und Athletiktraining. Auf Grund des gewaltigen Vorteils auf dem Spielfeld war mein Interesse direkt geweckt.

Nach meiner Rückkehr unterschrieb ich meinen ersten Semiprofessionellen Vertrag, während ich mich immer mehr mit dem Thema Athletiktraining beschäftigte. So war mir schnell klar, dass ich nach meinem Abitur etwas mit Sport machen wollte. Ich entschied mich zunächst für ein Lehramtstudium in den Fächern englisch und Sport.

Ich musste aber relativ schnell feststellen, dass mich dieses Studium nicht richtig abholt. Die Lehrinhalte der Uni im Bereich Sport waren veraltet, sogar in der Schule hat man Neueres gelernt. Zeitgleich habe ich in einem Fitnessstudio auf 450 € Basis gearbeitet und dort Kurse gegeben, Trainingspläne geschrieben und mich um die Kunden auf der Fläche gekümmert. Es hat sich dann mit der Zeit ergeben, dass die Mitglieder speziell nach mir gefragt haben, wenn es um den Bereich Trainingspläne ging. Verwundert hatte mich das nicht, denn auch ich hatte ja schon meine eigenen Erfahrungen mit Pauschalplänen gemacht und wusste was für einen Unterschied ein zielorientierter Plan machen kann. Dazu kam, dass mein Wissensdurst nach trainingswissenschaftlichen Themen nicht gestillt werden konnte, weshalb ein Freund dann zu mir meinte, ich sollte nebenbei als Personal Trainer arbeiten. Zu der Zeit war ich eher dagegen, da ich der Meinung war, dass es Personal Trainer wie Sand am Meer gibt. Dennoch sah ich täglich wie viele Anfänger völlig überfordert und verloren waren und selbst erfahrenere Sportler entweder mit schlechter Technik trainierten und somit Verletzungen unnötig riskierten oder einfach keine guten Fortschritte machten durch nicht optimale Übungsauswahl oder auch schlechtes Ermüdungsmanagment.
Ich gab mir somit einen Ruck und wollte die Sache locker angehen und gab meine Trainingseinheiten neben der Uni. Es lief dann aber schneller als gedacht sehr gut und der Zeitaufwand ließ sich nebenbei nicht mehr bewältigen. Ich wusste dann, dass das Lehramtsstudium nichts für mich ist. Da ich aber dennoch einen Abschluss haben wollte, wechselte ich auf eine Fernuniversität und studiere Sportwissenschaften. Diese Art von Studium hat perfekt in mein Leben gepasst, da ich zu der Zeit schon in Vollzeit als Trainer gearbeitet habe. Das ist jetzt mittlerweile 5 Jahre her und ich könnte glücklicher nicht sein. 

 

Gibt es etwas, was du immer bei einem Stop bei der Tankstelle kaufen musst?

Ich fahre jeden Dienstag von Gelsenkirchen nach Duisburg, um dort meine Kundentermine wahr zu nehmen. Für die lange Fahrt und gegen die Langeweile kaufe ich mir dann immer ein Snickers.

 

Du bist auf Athletiktraining spezialisiert. Wie kann man sich solch ein Training vorstellen?

Es ist ein ganzheitliches Training, was sich auf das Verbessern von Bewegungensmustern konzentriert. Der Fokus liegt auf Mehrgelenkigenübungen. Dazu kommen Faktoren wie Koordination, Gleichgewicht und Ausdauer, die trainiert werden müssen. Aber auch diverse Arten von Sprüngen und Sprints spielen eine wichtige Rolle. Es geht nicht nur um die reine Kraft, sondern auch um die Dauer der Kraftentwicklung. Je schneller ein Athlet Kraft entwickeln kann, desto expöosiver ist er.  Bei einem normalen Fitnesstraining im Studio ist das oft nicht der Fall. Dort trainieren die Menschen meistens einzelne und isolierte Muskelgruppen. Für einen Athleten ist das natürlich nicht praktisch, denn am Ende des Tages sind es die Bewegungsabläufe, die perfekt ausgearbeitet werden müssen.

Wie sieht denn eine Trainingswoche bei einem Athletiksportler aus? 

Ich erstelle mit jedem Sportler ein Anforderungsprofil seiner Sportart. Dabei wird geschaut, welche typischen Belastungsfaktoren vorhanden sind. Ist es eher kraft- oder ausdauerlastig, ist es ein explosiver Sport mit vielen Richtungswechseln oder wird sich viel cyclisch bewegt. Aufgrund des Profils wird dann ein kleines Assessment absolviert, um zu gucken, wo der Athlet Stärken hat oder, ob eher Nachholbedarf besteht. Dafür gibt es verschiedene Übungen, die Aufschluss darüber geben.

Jedes Training fängt prinzipiell mit einem Warm Up an, welches schon sehr individuell angepasst ist, was die genauen Übungen angeht. Im Regelfall starten wir mit einem Movement Prep. Das sind dynamische Mobilitätsübungen, die zur Verletzungsprofylaxe dienen und den Athleten etwas lockerer machen. Je nachdem was ansteht, gibt es evt noch ein Paar Low Impact Plyometrics.

Der Hauptteil ist dann sehr individuell. Jeder Athlet durchgeht Trainingsperioden, die je nach Trainingsziel, ausfindig gemachte Stärken und Schwächen, Zeitpunkt des Trainings in Relation zur Wettkampfsaison usw. abhängig sind.

 

Welche Tipps gibst du deinen Sportlern immer mit auf dem Weg?

Ich versuche immer zu vermitteln, dass weniger meistens mehr ist. Die meisten Leute, egal ob sie  Abnehmen wollen, Muskeln aufbauen wollen, oder als Sportler besser werden wollen, kommen mit der Idde ins Traininig, dass sie nur maximale Resultate haben können, wenn sie sich komplett verausgaben und immer mehr trainieren. Dieses Mindset stammt oft aus alten Bodybuilder Dokus, Solcial Media Beträgen oder vom Verfolgen von Crossfit Wettbewerben. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das nach heutigem Stand nicht optimal und es ist wichtig zwischen Wettkämpfen und Training zu unterschieden.

 

Was unterscheidet dich von anderen Trainern?

Ich bin der Meinung, dass Functional Training und Athletiktraining Hand in Hand gehen und nicht nur was für Sportler sind, sondern auch für Meschen, die etwas für ihre Gesundheit tun wollen wichtig sind. Letztendlich ist eine Verbesserung der Bewegungsqualität und Kräftigung der Muskulatur sowohl hilfreich im Alltag als auch vorbeugend für Einschränkungen im Alter und typische Alltagsbeschwerden wie Rücken- oder Nackenschmerzen.

 

Welchen Beruf hättest du gewählt, wenn es nicht die Fitnessbranche wäre?

Ich hätte mein Lehramtsstudium beendet und wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit an einer Schule Sportlehrer oder wähe in der Trainingsforschung gelandet.

 

Wenn du dir ein Smoothie machst, was kommt da alles rein?

Definitiv Erdbeeren und ein paar Bananen die Süße. Dazu kommt dann noch ein Schuss Milch oder Eis rein, damit es richtig schön kalt ist. 

 

Wie sieht deine typische Trainingswoche aus?

Geplant ist, dass ich fünfmal die Woche trainiere. Ich muss mich jedoch oft bremsen, denn sonst würde ich viel mehr machen. Meine Interessen innerhalb des Kraftsports sind sehr viele und es ist nicht leicht von allem so viel zu machen, wie ich gerne würde. Aktuell bereite ich mich auf meine Teilnahme bei Hyrox vor. Daher ist der konditionelle Anteil meines Trainings aktuell deutlich höher als unter normalen Umständen.

 

Wenn du eine Farbe wärst, welche wäre es?

Blau 

 

Wie würdest du deine Wohnungseinrichtung in 3 Worten beschreiben?

  • Modern
  • Schlicht
  • Naturbezogen 

 

Was tust du für deine Work Life Balance?

Tatsächlich leider nicht so viel. Aber ich versuche sonntags gar nicht zu arbeiten und samstags nur den halben Tag. 

 

Hast du schlechte Angewohnheiten?

*lacht* Ich lasse gerne mal mein Geschirr stehen und räume es dann irgendwann weg oder ich vergesse sehr gerne meinen Shaker im Auto. Jeder, dem das schon mal passiert ist, weiß, wovon ich spreche. 

 

Welche Sachen machen dich wütend?

Stau, vor allem wenn ich Zeitdruck habe 



Was macht dich glücklich?

  • Training 
  • Gutes Essen 
  • Sonne 
  • Wenn mich meine Kunden mit einem Kuchen überraschen

 

Wann hast du das letzte mal aus tiefstem Herzen gelacht?

Bestimmt heute irgendwann. Ich bin ein immer gut gelaunter Mensch, weswegen ich sehr viel lache.

 

Was machst du, wenn dir mal die Motivation für dein Training fehlt?

Gute Musik ist ein absoluter Motivator oder Trainingstipps von anderen. Wenn es dann mal ganz schlimm ist, dann lasse ich das Training auch einfach mal ausfallen. 

 

Hast du ein Lieblingsrezept?

Fällt mir auf Anhieb keines ein, aber ich mag sehr gerne One-Pot Meals.

 

Wenn man von einer ungesunden Sache abnehmen könnte? Welche sollte es am besten sein?

Ben & Jerry's Cookie Dough Eis und da es einmal pro Woche Pizza gibt, dann würde ich mich dafür entscheiden.

 

Welche Lebensmittel würden wir niemals bei dir finden?

Kaffee

 

Kommen wir zur schnellen Entweder-oder-Fragerunde

Nachrichten schreiben oder anrufen

Nachrichten schreiben
 

Im Team oder alleine arbeiten

Alleine arbeiten
 

Hörbuch oder Podcast

Hörbuch
 

Geld oder Freizeit

Freizeit
 

Dorf oder Stadt

Stadt
 

Glas oder Plastik

Glas
 

Tag oder Nacht

Tag
 

Pizza oder Nudeln 

Pizza
 

Komödie oder Horrorfilm

Komödie
 

Meer oder Berge 

Berge

 

Du möchtest mehr über Steffen wissen oder ein Training bei ihm buchen? Mehr Infos findest du auf seinem RAPT Profil! Checke es noch heute aus, um schon bald mit ihm zu trainieren.

 

 

von Steffen Piechotta
Fitness, Gesundheit, Motivation, Selbständigkeit, Sport, Weiterbildungen, Workout

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